Markwaldhütte

…mitten im schönen Nordschwarzwald an den Hängen der Hornisgrinde liegt die Markwaldhütte des Ski-Club Karlsruhe. War sie bislang von hohen Tannen umgeben, so haben wir mittlerweile, dank Orkan „Lothar“, eine herrliche Aussicht über die Rheinebene bis ins Elsass hinein.

Zur Geschichte:

Im Jahr 2006 feierte unsere Hütte am Hang der Hornisgrinde ihren 75. Geburtstag. In all diesen Jahren hat sie sich im notwendigen Maße der Zeit angepasst. Die Hütte hat viel erlebt und wenn sie erzählen könnte, dann könnten wir fast unendliche Geschichten über das Skifahren und die, die es betreiben, erfahren.

Einen kleinen Einblick in die wechselvolle Geschichte unserer Hütte und in die des SCK wollen wir Ihnen jedoch nicht vorenthalten, und vielleicht erinnert sich der Eine oder Andere von Ihnen sogar noch an die Anfangszeit …

Besuchen Sie auch unsere Hüttengalerie und lesen Sie dazu die SCK-History.

1925 beteiligte sich der Ski-Club Karlsruhe beim „Alpenverein“ am Bau der „Schönbronner-Hütte“ am Immenstein im Oberbühlertal. 1931 entstand am Westhang die Markwaldhütte. Noch gibt es Mitglieder/Zeitzeugen, die sich daran erinnern, wie sie in den 30er Jahren mit Bahn und Postbus nach Oberbühlertal fuhren und mit Rucksack und Skiern zur Schönbronner-Hütte aufstiegen. Da gerade bei schneereichen Wochenenden viele Aktive aus Platzmangel abgewiesen werden mussten, entschloss man sich dann 1931 zu einem zweiten, eigenen Hüttenbau – der Markwaldhütte. Nach knapp dreimonatiger Bauzeit fand am 15. November 1931 die Einweihung statt. „[…] In drei Postomnibussen [kamen] 150 Ehrengäste an den Westhang der Hornisgrinde […], um das Ereignis mitzuerleben […].“ Eine großartige Vereinsleistung, die vielen jungen Menschen das Skifahren erst ermöglicht hat.

Wieder war es ein Weltkrieg, der dem SCK einen tiefen Einschnitt bescherte. Viele kamen nicht wieder, und nach dem Krieg lag die Hütte schier unerreichbar in der französischen Besatzungszone. Erst im Winter 1949/50 war es für die SCKler wieder möglich, die Hütte zu besuchen.

Damals, 1931, hatte man einen schönen Rundblick ins Seebachtal, hinüber zum Rhein und zu den Vogesen. Heute, nachdem Sturmtief „Lothar“ am 2. Weihnachtstag 1999 durch den Schwarzwald gefegt hatte, hat man diese Sicht wieder – allerdings nun mit etwas gemischten Gefühlen.

Auch wenn uns die heutige Aussicht an die der 30er Jahre erinnert, so hat sich in der Hütte gewaltig viel verändert. Um allen Mitgliedern und Gästen den Aufenthalt auf der Markwaldhütte so angenehm wie möglich zu gestalten, haben wir das Haus in den vergangenen Jahren immer wieder ausgebaut, renoviert und modernisiert. Das Matratzenlager unter dem Dach ist einem gut ausgebauten Dachgeschoss mit Zimmern gewichen. Ein Waschraum mit eiskaltem Wasser am Trog hat sich, mit Duschkabine und Warmwasser, zur „Sanitäreinrichtung“ entwickelt. Die Spülküche wurde zu einem Ort, an dem man auch arbeiten kann und die Gaslampen verschwanden zu Gunsten einer solarbetriebenen Lichtversorgung. Viele Verbesserungen – auch was die Sicherheit angeht – wurden in den letzten Jahren mit großem Engagement vom Hüttenteam in Eigenarbeit bewältigt. Dies zeigt sich zum Beispiel in der Propangas- und Solarstromanlage. Dabei wurde immer versucht, den ursprünglichen Hüttencharakter beizubehalten. Ausdruck dafür ist die Holz- und Kohleheizung mit ihren drei Öfen, die das ganze Haus beheizt und den Hüttenbesucher manchmal vor ungewohnte Aufgaben stellt.

Allgemeines

Als Mitglied des Ski-Club Karlsruhe dürfen Sie in der Markwaldhütte gegen eine Gebühr übernachten. Jedoch sollten Sie ihren Termin rechtzeitig mit unserem Hüttenwart absprechen, sonst kann es vorkommen, dass die Hütte bereits voll belegt ist. Die genauen Formalitäten erfahren Sie auch bei ihm.
Das 1931 aus eigener Kraft erbaute Haus dient der gemeinschaftlichen Benutzung und Erholung. Es pfleglich zu behandeln, ist eine Ehrenpflicht. Wer in sportlichem Sinne zu handeln gewohnt ist, wird die „Hinweise und Regeln zum Wohle aller“ gerne beachten.